Evangelisch in Dinslaken
Zwischen Ruhrgebiet und Niederrhein - der Kirchenkreis Dinslaken hat viele Gesichter
Das breite Spektrum des Dinslakener Kirchenkreises: Zeche Lohberg, Kopfweiden am Rhein, Dorfidylle in Gahlen, Steag-Kraftwerk und Kirche in Götterswickerhamm
Bald ist endgültig Schicht am Schacht. Für immer.
Erst die Zeche Lohberg, 2008 auch das Bergwerk Walsum.
Eine Schlüsselindustrie, die auch dem Kirchenkreis Dinslaken ihren Stempel aufgedrückt hat, ist dann Geschichte. Kohle prägte die Menschen in Möllen und Lohberg, in Aldenrade und Vierlinden und schuf in der Region Identität. Wohin der Strukturwandel führt, ist noch nicht ausgemacht. Arbeitslosigkeit bleibt ein Problem.
Diakonieverein zusammen mit den Kirchengemeinden vor
Ort das Betreuungsangebot in den Ganztagsgrundschulen.
Foto: Kirchenkreis
Im Norden des Kirchenkreises ein anderes Bild: im Rheinbogen wachsen Mais und Hafer, am Rotbach liegen Pferdekoppeln und Reitställe, das Naherholungsgebiet Hünxer Wald lockt nicht nur Spaziergänger, sondern auch Segelflieger und Golfspieler an, auf der Lippe paddeln Touris. Im Schatten von Bauernhöfen werden Turbinen für Windkraftanlagen gebaut.
Mittendrin: Dinslaken, Sitz und Namensgeber des evangelischen Kirchenkreises.
Direkt an der Trabrennbahn liegt das Haus der Kirche, in dem neben der Superintendentur auch einige Dienste der Diakonie Platz gefunden hat. Direkt im Herzen der Innenstadt gibt es einen weiteren Standort, das Haus der Diakonie an der Wiesenstraße. Beide Häuser sind eine gute Adresse für Ratsuchende und Menschen in Not: Drogen-, Schuldner- Arbeitslosen- und Schwangerschaftskonfliktberatung und andere Angebote sind gefragt und werden wahrgenommen.
Mit rund 63.000 Gemeindegliedern gehört der Kirchenkreis Dinslaken zu den mittelgroßen in der Ev. Kirche im Rheinland. Auf vielen Kirchtürmen ist bei uns statt eines Kreuzes ein Engel mit einer Posaune zu sehen.
Geusendaniel der Lutherkirche in Dinslaken-Lohberg
Der „Geusendaniel“ erinnert an die Geschichte der Reformation am Niederrhein. Er dient als Zeichen durchkämpfter Glaubensnot und bewahrter Gemeinschaft. Der Begriff Geuse (deutsch: Bettler) wandelte sich vom Spott- zum Ehrennamen für die um ihre Glaubensfreiheit kämpfenden Menschen. Der Geusendaniel macht auf einen Bibeltext aus dem Buch der Offenbarung aufmerksam, der aller kirchlichen Arbeit ihr Ziel weist: „Und ich sah einen Engel, der ein ewiges Evangelium an die Bewohner dieser Erde zu verkündigen hatte, und er sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebet ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen.“ (Offenbarung 14, 6 und 7)
Wenn Sie mehr über uns wissen wollen, dann schauen Sie bei uns rein. Sie finden uns im Internet unter: www.ekir.de/kirchenkreis-dinslaken/. Oder Sie besuchen uns in einer der acht Kirchengemeinden.
aus dem Jahr 1150 n. Chr.
Sie sind herzlich willkommen.
